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Geltungszeitraum von: 15.09.1951

Geltungszeitraum bis: 01.04.2014

Die Beziehungen zur Methodistenkirche in Deutschland

hier: die Gewährung des Grabgeläutes betr.
Bekanntmachung des Evangelischen Oberkirchenrats
vom 15. September 1951

(GVBl. S. 59)

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1 Die Methodistenkirche in Deutschland, Karlsruher Distrikt, hat darum gebeten, eine Weisung an die Kirchengemeinderäte und Pfarrämter über die Frage der Gewährung des Glockengeläutes durch unsere Kirchgemeinden bei der Bestattung von Methodisten zu geben, um etwaige unliebsame Auseinandersetzungen zu vermeiden.
2 Vorbehaltlich einer endgültigen Regelung durch eine von der Landeskirche aufzustellende Lebensordnung empfehlen wir folgende Richtlinien:
  1. Gehört der zu Bestattende der Methodistenkirche, aber nicht der Landeskirche an, so daß die Bestattungsfeier nur von einem Prediger der Methodistenkirche vorgenommen wird, so ist im Hinblick darauf, daß die Methodistenkirche zur Ökumene gehört, das Glockengeläute zu gewähren.
  2. Gehört der zu Bestattende sowohl der Methodistenkirche wie der Landeskirche an, und wird dem landeskirchlichen Pfarrer eine Mitwirkung bei der Bestattungsfeier zusammen mit dem Methodistenprediger verweigert, so wird das Glockengeläut nicht gewährt.
  3. Gehört der zu Bestattende wie bei 2 der Methodistenkirche und der Landeskirche an und wird die Bestattungsfeier entweder ausschließlich von einem Pfarrer der Landeskirche oder von diesem zusammen mit einem Prediger der Methodistenkirche vorgenommen, so wird das Glockengeläute gewährt.