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Geltungszeitraum von: 01.01.2008

Geltungszeitraum bis: 01.01.2012

Rechtsverordnung
über die Buchführung im Bereich der
Evangelischen Landeskirche in Baden
(Bufü-RVO)

Vom 18. Dezember 2007 (GVBl. 2008 S. 68)

Der Evangelische Oberkirchenrat erlässt aufgrund § 94 Abs. 2 des Kirchlichen Gesetzes über die Vermögensverwaltung und die Haushaltswirtschaft in der Evangelischen Landeskirche in Baden (KVHG) vom 24. Oktober 2002 (GVBl. 2003 S. 3, 25), zuletzt geändert mit Gesetz vom 27. April 2007 (GVBl. S. 66) folgende Rechtsverordnung:
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§ 1
Geltungsbereich

Körperschaften, die unter den Geltungsbereich des KVHG (§ 1 a. a. O.) fallen, führen ihre Bücher nach den Regeln der Verwaltungsbuchführung (erweiterte Betriebskameralistik), sofern für bestimmte Bereiche keine andere Buchführungsart vorgeschrieben oder zulässig ist.
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§ 2
Form der Buchführung

( 1 ) 1 Die Körperschaften nach § 1 führen ihre Bücher nach den gemäß § 3 erlassenen Richtlinien. 2 Der Kontenrahmen (Anlage 11#) ist verbindlich.
( 2 ) 1 Folgende Bücher sind zu führen:
  1. Zeitbuch
  2. Sachbuch-Haushalt
  3. Sachbuch der Vorschuss- und Verwahrrechnung
  4. Sachbuch der Vermögensrechnung.
2 Körperschaften, die ihr Rechnungswesen nicht über ein vom Evangelischen Oberkirchenrat zugelassenes EDV-Verfahren abwickeln, haben die Bücher gemäß Muster Anlage 22# zu führen. 3 Jedes Buch (Nummern 1 bis 4) ist eigenständig abzuschließen. 4 Korrespondenzbuchungen zwischen den Sachbuchteilen (Nummern 2 bis 4) sind zulässig (Verbundrechnung). 5 Daneben kann ein Investitions-Sachbuch geführt werden.
( 3 ) Im Übrigen gelten die Bestimmungen des KVHG und die hierzu erlassenen Vorschriften, in der jeweils geltenden Fassung.
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§ 3
Erlass von Richtlinien

( 1 ) Der Evangelische Oberkirchenrat erlässt Richtlinien zur Ausführung dieser Rechtsverordnung.
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§ 4
Abweichung vom Bruttoprinzip

( 1 ) Vom Bruttoprinzip gemäß § 30 Abs. 1 i. V. mit Anlage 1 Nr. 11 KVHG kann bei folgenden sachlichen Zusammenhängen abgewichen werden:
  1. Nebenkosten und Nebenerlöse bei Erwerbs- und Veräußerungsgeschäften,
  2. Rückzahlungen aus Einnahmen- oder Ausgabenvorgängen, soweit nicht Vorjahre betroffen sind,
  3. Stückzinsen beim Kauf von Wertpapieren,
  4. Verluste bei Fälligkeiten von Wertpapieren bzw. bei deren Verkauf.
( 2 ) Absatz 1 gilt nicht für Abschreibungen gemäß § 2 Abs. 5 KVHG.
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§ 5
Inkrafttreten

(1) Diese Rechtsverordnung tritt am 1. Januar 2008 in Kraft.

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1 ↑ Nicht veröffentlicht.
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2 ↑ Nicht veröffentlicht.