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Geltungszeitraum von: 01.01.2000

Geltungszeitraum bis: ..

Konzeption
einer Weiterbildung von Pfarrdiakonen
in der Evangelischen Landeskirche in Baden

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Die Landessynode hat am 4. Mai 1973 beschlossen, den Pfarrdiakonen bzw. den seminaristisch aus- und fortgebildeten Pfarrern der Landeskirche folgende Möglichkeiten einer Weiterbildung zum Erwerb und zum Nachweis besonderer Qualifikationen zu eröffnen, auf Grund deren eine rechtliche und besoldungsmäßige Gleichstellung mit den universitär ausgebildeten Theologen ermöglicht wird:
  1. Die Studienkurse für Pfarrdiakone werden in Zukunft so organisiert, daß in ihnen Interessenten an einer Weiterbildung zusätzliche Lernmöglichkeiten wahrnehmen können.
  2. 1 Pfarrdiakone/Pfarrer können auf Antrag jedoch frühestens nach Beendigung des 4. Dienstjahres für zwei bis zu höchstens drei Semester zum Studium an den theologischen Fakultäten Heidelberg und Basel beurlaubt werden. 2 Einmalige Unterbrechung der Beurlaubung ist aus dienstlichen und lernpsychologischen Gründen erwünscht.
  3. Voraussetzungen für die Beurlaubung sind
    1. sorgfältige Darlegung eines Studienplans
    2. Anfertigung einer Arbeit zum Nachweis der Studierfähigkeit
    3. Beurteilung durch den Studienleiter für Fachberatung und Fortbildung der Pfarrdiakone und
    4. Sprachkenntnisse, die zur Teilnahme an normalen universitären Lehrveranstaltungen befähigen.
  4. 1 Pfarrdiakone/Pfarrer legen in drei Fächern der 1. theologischen Prüfung eine Prüfung ab, deren Bestehen dem Bestehen der 1. theologischen Prüfung gleichgerechnet wird. 2 Die Prüfung wird für sie in den Fächern AT oder NT, KG oder Philosophie, Dogmatik oder Ethik abgenommen. 3 Die Prüfung in den drei Fächern kann auf drei Prüfungstermine verteilt werden; sie ist in einem Zeitraum von zwei Jahren abzuschließen.
  5. Übergangsregelung: Für Pfarrdiakone/Pfarrer, die am 1. Mai 1973 bereits mehr als sechs Dienstjahre nachweisen können, wird folgende Sonderregelung getroffen:
    1. 1 Die Prüfung findet nur in einem Fach statt. 2 Der Bewerber kann eines der Fächer AT, NT, Dogmatik oder Ethik wählen.
    2. Zur Vorbereitung ist Beurlaubung für die Dauer eines Semesters möglich.
    3. 1 Die Beurlaubung setzt voraus, daß zuvor eine wissenschaftliche Arbeit angefertigt wurde, deren Thema zwischen dem Bewerber, dem Studienleiter und einem akademischen Lehrer abgesprochen wurde und die von einem akademischen Lehrer und einem weiteren Mitglied des Prüfungsamtes der Landeskirche mit mindestens »ausreichend« (4) zensiert wurde. 2 Das Fach der Arbeit darf nicht das nach Buchstabe a gewählte Fach sein.
    4. Das Thema der wissenschaftlichen Arbeit wird nur vergeben, wenn eine ausführliche schriftliche Darstellung des Bewerbers über seine bisherige Fortbildung erkennen läßt, daß er eine wissenschaftliche Arbeit mit Aussicht auf Erfolg in Angriff nehmen kann.