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Geltungszeitraum von: 01.01.1995

Geltungszeitraum bis: 01.04.2002

Anlage 2
Zur Satzung der Hochschule für Kirchenmusik
Studien- und Prüfungsordnung für den
Diplomlehrgang Evangelische Kirchenmusik (B)
und für die Aufbaulehrgänge

In der Fassung vom 13. Dezember 1994

(GVBl. 1995 S. 31),
geändert am 11. Juli 2000 (GVBl. S. 151)

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I. Abschnitt
Allgemeine Vorschriften für alle Ausbildungsgänge

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§ 1
Dauer und Gliederung des Studiums

( 1 ) Im Diplomstudiengang Evangelische Kirchenmusik (B) für hauptberuflichen kirchenmusikalischen Dienst (erster berufsqualifizierender Abschluß) beträgt die Regelstudienzeit 8 Semester.
( 2 ) 1 Im Aufbaustudiengang Evangelische Kirchenmusik (B) für hauptberuflichen kirchenmusikalischen Dienst an Stellen von besonderer Bedeutung beträgt die Regelstudienzeit 4 Semester. 2 Das A-Studium setzt die B-Prüfung oder eine andere Abschlußprüfung an einer Hochschule für Musik voraus.
( 3 ) 1 Im Aufbaustudiengang Künstlerische Ausbildung beträgt die Regelstudienzeit 4 Semester. 2 Das Studium setzt die B-Prüfung oder eine andere Abschlußprüfung an einer Hochschule für Musik voraus und schließt ab mit der Künstlerischen Reifeprüfung in dem gewählten Fach.
( 4 ) 1 Die Entscheidung über eine Abkürzung oder Verlängerung der Studiendauer wird vom Hochschulrat getroffen. 2 Anträge sind an den Rektor zu richten.
( 5 ) 1 Das Wintersemester beginnt jeweils am 1. Oktober und endet am 31. März. 2 Die Zeit vom 23. Dezember bis zum 6. Januar ist unterrichtsfrei. 3 Die Lehrveranstaltungen enden am 15. Februar. 4 Das Sommersemester beginnt am 1. April und endet am 30. September. 5 Die Lehrveranstaltungen enden am 15. Juli.
Der Gründonnerstag, der Dienstag nach Ostern sowie alle staatlichen und kirchlichen Feiertage sind unterrichtsfrei.
( 6 ) 1 Die Rückmeldung für das folgende Semester muß für das Wintersemester bis zum 1. Juli, für das Sommersemester bis zum 1. Februar erfolgt sein. 2 Dabei sind der Nachweis des Krankenversicherungsschutzes im Sekretariat zu hinterlegen und die fälligen Gebühren zu bezahlen. 3 Entliehene Bücher und Noten sind bis zum Ende der Lehrveranstaltungen eines jeden Semesters zurückzugeben, oder es ist die Ausleihfrist verlängern zu lassen.
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§ 2
Zulassung zur Abschlußprüfung

( 1 ) 1 Anträge auf Zulassung zur Prüfung sind jeweils bis zum Beginn des letzten Studiensemesters zu stellen. 2 Folgende Unterlagen sind dazu einzureichen
  1. Formloser Antrag auf Zulassung zur Prüfung
  2. Studienbuch mit An- und Abtestaten
  3. Verzeichnis der während des Studiums einstudierten Orgelwerke (Gegenzeichnung der Fachlehrkraft)
  4. Verzeichnis der während des Studiums einstudierten Klavierwerke (Gegenzeichnung der Fachlehrkraft)
  5. Verzeichnis der während des Studiums einstudierten Chorwerke (Gegenzeichnung der Fachlehrkraft)
  6. Quittung über eingezahlte Prüfungsgebühren (Kopie)
  7. Schriftliche Hausarbeit (falls nicht schon früher eingereicht).
( 2 ) Über die Zulassung zur Prüfung entscheiden die Mitglieder des Lehrkörpers der Hochschule.
( 3 ) Als Zwischenprüfung kann im Rahmen der B-Ausbildung die C-Prüfung abgelegt werden, sie berechtigt zu nebenberuflichem kirchenmusikalischem Dienst, im übrigen gelten Zwischenprüfungsbestimmungen des Hochschulrahmengesetzes und des Gesetzes über die Kunsthochschulen im Lande Baden-Württemberg.
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§ 3
Durchführung der Prüfung

( 1 ) 1 Eine Prüfungskommission besteht aus der prüfenden und mindestens einer weiteren Lehrkraft. 2 Die Prüfungen sind öffentlich. 3 Die Öffentlichkeit ist auszuschließen, wenn die Kandidatin oder der Kandidat dies wünscht. 4 Eine Vertreterin oder ein Vertreter der Studierenden und der Landeskirche ist ohne Stimmrecht zu allen Prüfungen zugelassen.
Der Rektor bestimmt die Vorsitzenden der Prüfungskommissionen.
( 2 ) 1 Die obligatorischen Fächer, die nur während eines Teils der Studienzeit unterrichtet werden, und die fakultativen Fächer können bereits nach Absolvieren der jeweiligen Mindestsemesterzahl geprüft werden (Schein). 2 Die Prüfung in diesen Fächern muß vor Beginn der praktischen Prüfungen stattgefunden haben.
( 3 ) Prüfungsberechtigt ist, wer an der Hochschule haupt- oder nebenberuflich eine eigenverantwortliche Tätigkeit als Lehrkraft ausübt.
( 4 ) 1 Sowohl am Anfang als auch am Ende eines Semesters ist Gelegenheit zur Abschlußprüfung gegeben. 2 Die Kandidatinnen und Kandidaten können selbst entscheiden, ob sie an der Prüfung am Ende eines Semesters oder an der zu Beginn des folgenden teilnehmen wollen.
Die Prüfungstermine werden vom Rektor festgelegt.
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§ 4
Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen

1 Fachlich gleichwertige Studien- und Prüfungsleistungen anderer Ausbildungsstätten können anerkannt werden. 2 Die allgemeinen Voraussetzungen dafür werden vom Evangelischen Oberkirchenrat festgelegt. 3 Über die Anerkennung im Einzelfall entscheidet die Aufnahmekommission.
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§ 5
Bewertung der Prüfungsleistungen

( 1 ) Alle erbrachten Prüfungsleistungen werden im Zeugnis bestätigt und mit folgenden Noten bewertet
1 = sehr gut
(eine hervorragende Leistung)
2 = gut
(eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt)
3 = befriedigend
(eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht)
4 = ausreichend
(eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt)
5 = nicht ausreichend
(eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt, die Prüfung ist nicht bestanden).
Zur differenzierten Bewertung der Leistungen können zwischen Note 1 und 4 Zwischennoten gebildet werden.
( 2 ) Die Gesamtnote ergibt sich aus sämtlichen Prüfungsleistungen und lautet bei einem Notendurchschnitt von
1,0 bis 1,2
= sehr gut
1,3 bis 1,7
= sehr gut bis gut
1,8 bis 2,2
= gut
2,3 bis 2,7
= gut bis befriedigend
2,8 bis 3,2
= befriedigend
3,3 bis 3,7
= befriedigend bis ausreichend
3,8 bis 4,0
= ausreichend
Dabei sind die Mehrfachbewertungen (§§ 10, 13, 16) zu berücksichtigen.
Entscheidend ist die erste Dezimale hinter dem Komma, die zweite Dezimale wird auf- oder abgerundet.
( 3 ) Die Abschlußprüfung ist bestanden, wenn der Durchschnitt aller Prüfungsleistungen mindestens die Note 4,0 ergibt.
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§ 6
Versäumnis, Rücktritt und Täuschung

( 1 ) 1 Ein Prüfungsteil wird mit »nichtausreichend« (5,0) bewertet, wenn die Kandidatin oder der Kandidat zu dem Prüfungstermin aus Gründen, die selbst zu vertreten sind, nicht erscheint oder aus solchen Gründen nach der Zulassung zur Prüfung von der Prüfung zurücktritt. 2 Das gleiche gilt für den Versuch der Täuschung oder der Benutzung unerlaubter Hilfsmittel.
( 2 ) 1 Die Gründe für das Versäumnis oder den Rücktritt müssen dem Rektor der Hochschule unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. 2 Bei Krankheit ist ein ärztliches Attest über die Prüfungsunfähigkeit vorzulegen. 3 Über die Anerkennung der Gründe entscheidet der Hochschulrat. 4 Werden die Gründe anerkannt, so gilt der Prüfungsteil als nicht unternommen.
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§ 7
Wiederholung von Prüfungen

( 1 ) Eine nicht bestandene Prüfung kann einmal wiederholt werden.
( 2 ) Eine zweite Wiederholung ist mit Zustimmung des Hochschulrats in besonders begründeten Ausnahmefällen möglich.
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II. Abschnitt
Anforderungen der Ausbildung und Prüfung im Diplomstudiengang Evangelische Kirchenmusik (B)

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§ 8
Ausbildungsfächer

( 1 ) Obligatorische Fächer während der gesamten Studienzeit:
  1. Instrumentalfächer
    Orgel Literaturspiel
    Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung (Liturgisches Orgelspiel)
    Klavierspiel
  2. Kantoraler Bereich
    Gesang/Stimmbildung
    Chorleitung
    Hochschulchor
  3. Musiktheorie und allgemeine Musikpraxis
    Musiktheorie/Tonsatz
    Gehörbildung
( 2 ) Obligatorische Fächer während eines Teils der Studienzeit (in Klammern, Anzahl der Studiensemester in dem betreffenden Fach bei einer Wochenstunde Unterricht):
  1. Instrumentalfächer
    Gottesdienst mit Nachgespräch (3)(T)1#
  2. Kantoraler Bereich
    Theorie der Chorleitung und der Stimmbildung (nach Rücksprache mit der Fachlehrkraft)
    Grundlagen der Orchesterleitung
    Musikalische Arbeit mit Kindern (Kursteilnahme)
    Gemeindesingarbeit (nach Rücksprache mit der Fachlehrkraft)
  3. Musiktheorie und allgemeine Musikpraxis
    Partiturspiel (nach Rücksprache mit der Fachlehrkraft)
    Generalbassspiel (nach Rücksprache mit der Fachlehrkraft)
    Popularmusik (Seminar) (1)
  4. Wissenschaftliche und pädagogische Fächer
    Instrumentenkunde und Akustik (2)
    Orgelkunde (2)
    Stilgeschichte der Orgel (3)
    Musikgeschichte (6)
    Hymnologie (3)
    Liturgik (3)
    Theologische Grundlagen (6)
( 3 ) Fakultative Fächer
  1. Instrumentalfächer
    Drittes Instrument
    Cembalospiel
  2. Kantoraler Bereich
    Bläserchorleitung
    Methodik der Bläserchorleitung
  3. Musiktheorie und allgemeine Musikpraxis
    Popularmusik/Arrangement/musikalische Medienkunde
  4. Wissenschaftliche und pädagogische Fächer
    Fachdidaktik der Musik (Unterrichtsmethodik)
    Religionspädagogik
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§ 9
Ausbildungspensum und Prüfungsanforderungen

( 1 ) Orgel-Literaturspiel:
1 Vortrag von drei Werken verschiedener Stilepochen, von denen eines ein größeres choralgebundenes Werk sein muß, und eines weiteren, in einem Zeitraum von acht Wochen selbständig erarbeiteten Werkes. 2 Eines der Prüfungstücke muß von J.S. Bach sein. 3 Nachweis des im Studium erarbeiteten Repertoires aus mehreren Stilepochen. 4 Hierzu gehören zwanzig Choralvorspiele, deren Beherrschung durch Stichproben geprüft wird (z.B. aus einem Klavierauszug).
ca. 40 Minuten.
( 2 ) Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung (Liturgisches Orgelspiel):
  1. 1 Mit drei Tagen Vorbereitungszeit: Organistendienst zu einem Hauptgottesdienst. 2 Improvisierte Intonationen und c.f.-Bearbeitungen in verschiedenen Formen. 3 Begleitsätze zu verschiedenartigen Liedern, auch manualiter und mit hervorgehobenem cantus firmus. 4 Motivische Modulationen und Transpositionen bis zu einem Ganzton auf- und abwärts.
  2. 1 Ohne Vorbereitungszeit: Intonationen und Begleitsätze zu Kirchenliedern nach dem Gesangbuch mit Pedal, manualiter und obligat. 2 Auswendigspiel von zwölf bekannten Kirchenliedern (Stichproben aus einer vom Kandidaten vorgelegten Liste). 3 Auswendigspielen der liturgischen Stücke des Hauptgottesdienstes (mit Abendmahl).
    Prüfungszeit für die Teile 1 und 2 zusammen
    40 Minuten.
    Falls Teil 1 in einem Gemeindegottesdienst geprüft wird, beträgt die Prüfungszeit für Teil 2 allein
    höchstens ca. 20 Minuten.
( 3 ) Gottesdienst mit Nachgespräch:
1 Teilnahme an den wöchentlichen Gottesdiensten der Hochschule mit mindestens dreimaliger Übernahme des Organistendienstes innerhalb von drei Semestern. 2 Vorbereitung in Zusammenarbeit mit der Lehrkraft für Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung.
( 4 ) Klavierspiel:
1 Vortrag von drei Klavierwerken verschiedener Stilepochen und einer Liedbegleitung oder eines Kammermusikwerkes. 2 Vomblattspiel einer Liedbegleitung oder eines Klavierauszuges. 3 Nachweis des im Studium erarbeiteten Repertoires aus mehreren Stilepochen.
30 Minuten.
( 5 ) Drittes Instrument (fakultativ):
1 Vortrag von zwei selbstgewählten Stücken. 2 Bei Blechblasinstrumenten auch unvorbereitetes Transponieren von Kirchenliedern.
ca. 15 Minuten.
( 6 ) Cembalospiel (fakultativ):
Vortrag von selbstgewählten Stücken verschiedener
Stilrichtungen
ca. 15 Minuten.
( 7 ) Gesang/Stimmbildung:
Vortrag verschiedenartiger Stücke der Gesangsliteratur
ca. 15 Minuten.
( 8 ) Liturgisches Singen und Sprechen:
1 Singen von Kirchenliedern unterschiedlichen Charakters. 2 Kenntnis und praktische Beherrschung der einstimmigen Weisen für das Ordinarium und das Proprium der Messe und für die Tageszeitengottesdienste. 3 Kenntnis der Psalmtöne und der anderen Modelltöne. 4 Vortrag eines Textes. Beherrschung der Sprechtechnik und der Ausspracheregeln
ca. 10 Minuten.
( 9 ) Chorleitung:
1 Probenarbeit an einem selbständig vorbereiteten mittelschweren Chorwerk. 2 Vorbereitungszeit zwei Wochen. 3 Aufführen eines Werkes, das zuvor mit Chor oder Orchester einstudiert wurde. 4 Nachweis des im Studium erarbeiteten Repertoires aus mehreren Stilepochen.
40 Minuten.
( 10 ) Theorie der Chorleitung und der Stimmbildung:
1 Pädagogische und organisatorische Grundfragen. 2 Kenntnis der Stimmvorgänge in ihren physiologischen Funktionen. 3 Vertrautheit mit Methoden der Stimmerziehung. 4 Chorische Stimmbildung und Stimmpflege. 5 Methodische Hilfen zum Vomblattsingen. 6 Probentechnik, Aufführungs- und Kantoreipraxis. 7 Literaturkunde.
15 Minuten.
( 11 ) Hochschulchor:
Die Teilnahme am Hochschulchor ist während des gesamten Studiums Pflicht.
( 12 ) Grundlagen der Orchesterleitung:
1 Praktische Einrichtung von Orchesterstimmen. 2 Rezitativdirigieren. 3 Ggf. Dirigieren eines Orchesterwerkes anstelle eines mit dem Chor einstudierten Werkes (vgl. 9). 4 Die Ausbildung erfolgt in engem Zusammenhang mit dem Chorleitungsunterricht.
( 13 ) Bläserchorleitung (fakultativ):
1 Probenarbeit mit einem Blechbläserchor. 2 Kenntnis des Instrumentariums, der technischen und musikalischen Begleitungen, der Literatur und der Einsatzmöglichkeiten.
30 Minuten.
( 14 ) Musikalische Arbeit mit Kindern:
1 Theorie und Praxis der Kindersingarbeit und der Kinderstimmbildung. 2 Kenntnis des speziellen Liedgutes. 3 Musik und Bewegung, Grundlagen des instrumentalen Musizierens mit Kindern. 4 Einführung in die Notenschrift. 5 Kenntnis der Kinderchorliteratur. 6 Teilnahme an Kinderchorleitungskursen.
( 15 ) Gemeindesingarbeit:
1 Singarbeit in einer Gemeindegruppe mit oder ohne Instrumente oder Gruppenimprovisation. 2 Musikalische und inhaltliche Vermittlung unbekannter Lieder.
15 Minuten.
( 16 ) Musiktheorie/Tonsatz:
  1. 1 Klausur: eine mindestens dreistimmige polyphone c.f.-Bearbeitung für beliebige Besetzung oder eine Fuge. 2 Eine harmonische Analyse aus dem Bereich der Klassik oder Romantik. 3 Ein vierstimmiger Kantionalsatz für gemischten Chor
    5 Stunden.
  2. 1 Mündlich-praktische Prüfung: Harmonische und kontrapunktische Techniken. 2 Modulation.
    20 Minuten.
  3. Hausarbeit (fakultativ): Ausarbeitung einer Motette oder einer polyphonen Choralbearbeitung (vokal oder instrumental)
    4 Wochen.
( 17 ) Formenkunde:
1 Kenntnis der historischen und der neuen musikalischen Formen. 2 Form-Analysen.
10 Minuten.
( 18 ) Gehörbildung:
  1. Klausur: Ein schwieriges einstimmiges, ein polyphon zwei- oder dreistimmiges und ein vierstimmig-harmonisches Musikdiktat.
    60 Minuten.
  2. 1 Mündlich-praktische Prüfung: Beschreibung und Bestimmung von Strukturen aus den musikalischen Wahrnehmungsgebieten (z.B. Rhythmus und Klänge). 2 Vomblattsingen.
    15 Minuten.
( 19 ) Partiturspiel:
  1. 1 Mit einer Stunde Vorbereitungszeit: Polyphone Chorpartitur in modernen Schlüsseln. 2 Einfache Chorpartitur in alten Schlüsseln. 3 Einfache Kantatenpartitur in modernen Schlüsseln. 4 Stichproben aus einer Anzahl vorbereiteter Stücke. 5 Auszugsweises Spielen und Mitsingen aus Partituren.
  2. 1 Vom Blatt: Chorpartitur in modernen Schlüsseln.
    Zusammen 15 Minuten.
( 20 ) Generalbaßspiel
  1. Mit 30 Minuten Vorbereitungszeit: eine Barockarie.
  2. 1 Vom Blatt: Ein leichterer bezifferter Baß. 2 Vertrautheit mit moderner Akkordsymbolik.
    Zusammen 10 Minuten.
( 21 ) 1 Popularmusik/Arrangement/Musikalische Medienkunde (fakultativ):
Instrumentenkunde, Harmonielehre und Rhythmik der Popularmusik und der ihr entsprechenden religiösen Lieder. 2 Umgang mit elektrischen und elektronischen Musikgeräten.
( 22 ) Instrumentenkunde und Akustik:
1 Überblick über die Akustik. 2 Kenntnis der heutigen und der historischen Musikinstrumente in akustischer, technischer und aufführungspraktischer Hinsicht.
15 Minuten.
( 23 ) Orgelkunde:
1 Struktur der Orgel, Registerkunde. 2 Pflege der Orgel. 3 Stimmung von Zungenregistern.
15 Minuten.
( 24 ) Stilgeschichte der Orgel:
1 Geschichte des Orgelbaus, des Orgelspiels und der Orgelkomposition. 2 Literaturkunde.
10 Minuten.
( 25 ) Musikgeschichte:
1 Überblick über die allgemeine Musikgeschichte bis zur Gegenwart. 2 Genauere Kenntnis der Geschichte der Kirchenmusik.
15 Minuten.
( 26 ) Theologische Grundlagen:
  1. Lehrplan entsprechend dem theologischen Grundstudium an Pädagogischen Hochschulen.
  2. Stoffgebiete:
    1. 1 Bibelkunde: Einleitungsfragen, Überblick über den Inhalt der biblischen Bücher (in Auswahl). 2 Kenntnis ihrer wichtigsten theologischen Aussagen. 3 Beziehungen zwischen dem Alten und Neuen Testament und zwischen dem biblischen und dem gegenwärtigen Weltbild.
    2. 1 Glaubenslehre: Grundfragen des Glaubens. 2 Beziehungen der biblischen Verkündigung zur gegenwärtigen Welt und zum kirchlichen Leben. 3 Die wichtigsten dogmatischen Begriffe.
    3. 1 Kirchenkunde: Überblick über das kirchliche Leben der Gegenwart, über die Geschichte der Kirche und der Konfessionen. 2 Verständnis der eigenen Kirche im Rahmen der Weltchristenheit. 3 Kenntnis der landeskirchlichen Verfassung.
      Zusammen 20 Minuten.
  3. Die Prüfung im Fach »Theologische Grundlagen« entfällt, wenn die »Berechtigung zur Erteilung von evang. Religionsunterricht« erworben oder ein Theologiestudium mindestens bis zum 4. Semester bzw. bis zur Zwischenprüfung absolviert worden ist.
( 27 ) Hymnologie:
1 Überblick über die Geschichte des Kirchenliedes und des Gesangbuches. 2 Melodienkunde. 3 Kenntnis des Gesangbuches und der Möglichkeit seiner Verwendung in der Gemeinde. 4 Kriterien der Liedauswahl. 5 Kenntnis ergänzender Liedersammlungen.
15 Minuten.
( 28 ) Liturgik:
1 Die Lehre vom Gottesdienst. 2 Überblick über die Geschichte des Gottesdienstes und seine jeweilige Stellung in Kirche und Gesellschaft. 3 Kenntnis des Kirchenjahres und der verschiedenen Gottesdienstformen.
15 Minuten.
( 29 ) Fachliteratur der Musik (fakultativ):
1 Methodik des Anfängerunterrichts und des Unterrichts mit Fortgeschrittenen (z.B. in den Fächern Orgel, Klavier, Gesang, Chorleitung oder Tonsatz). 2 Methodik des Gruppenunterrichts. 3 Spezielle Literaturkunde. 4 Lehrproben mit Aufsicht und Nachgespräch. 5 Prüfung: Lehrproben und Kolloquium.
Zusammen 60 Minuten.
( 30 ) Religionspädagogik (fakultativ):
1 Religionspädagogisches Zusatzstudium an einer Pädagogischen Hochschule. 2 Fachdidaktisches Seminar und Unterrichtspraktikum mit Lehrproben. 3 – Ziel: Genehmigung zur Erteilung von Religionsunterricht (»Vocatio«) in den Klassen 2–6.
20 Minuten
( 31 ) Hausarbeit/Diplomarbeit: 1 In einem der wissenschaftlichen oder pädagogischen Fächer ist nach Rücksprache mit der Fachlehrkraft eine Hausarbeit selbständig zu verfassen. 2 Sie soll besondere Vertrautheit mit dem gewählten Fachgebiet und der Fähigkeit zu angemessener schriftlicher Darstellung erkennen lassen. 3 Die Arbeit muß bis spätestens bei der Anmeldung zur Prüfung eingereicht werden.
Mindestens 12 Wochen.
( 32 ) In allen wissenschaftlichen Fächern kann im Rahmen der vorgesehenen Prüfungszeit auf Wunsch der zu Prüfenden außer dem Überblick über das gesamte Stoffgebiet auch noch ein vorher abgesprochenes Spezialthema geprüft werden.
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§ 10
Zeugnisfächer

( 1 ) Instrumentalfächer
Orgel-Literaturspiel
Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung
(dreifache Bewertung)
(Liturgisches Orgelspiel)
(dreifache Bewertung)
Klavierspiel
(zweifache Bewertung)
Vomblattspiel Klavier und Orgel
(drittes Instrument)
(Cembalospiel)
( 2 ) Kantoraler Bereich
Gesang/Stimmbildung
Liturgisches Singen und Sprechen
(zweifache Bewertung)
Chorleitung
(dreifache Bewertung)
Theorie der Chorleitung und der Stimmbildung
Grundlagen der Orchesterleitung
Musikalische Arbeit mit Kindern
(Teilnahmebestätigung)
Gemeindesingarbeit
(Bläserchorleitung)
(Theorie der Bläserchorleitung)
( 3 ) Musiktheorie und allgemeine Musikpraxis
Musiktheorie/Tonsatz schriftlich
Musiktheorie/Tonsatz mündlich
Formenkunde
Gehörbildung schriftlich
Gehörbildung mündlich
Vomblattsingen
Partiturspiel
Generalbaßspiel
(Popularmusik/Arrangement/Musikal. Medienkunde)
( 4 ) Wissenschaftliche und pädagogische Fächer
Instrumentenkunde und Akustik
Orgelkunde
Stilgeschichte der Orgel
Musikgeschichte
Hymnologie
Theologische Grundlagen
(zweifache Bewertung)
(Religionspädagogik)
(Fachdidaktik der Musik)
Schriftliche Hausarbeit
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III. Abschnitt
Anforderungen der Ausbildung und Prüfung im Aufbaustudiengang Evangelische Kirchenmusik (A)

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§ 11
Ausbildungsfächer

( 1 ) Obligatorische Fächer
  1. Instrumentalfächer
    Orgel-Literaturspiel
    Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung
    (Liturgisches Orgelspiel)
    Klavierspiel
  2. Kantoraler Bereich
    Chorleitung
    Hochschulchor
    Gesang
    Orchesterleitung
    dazu bei A-Studium- ohne B-Prüfung:
    Liturgisches Singen und Sprechen
    Gemeindesingen
    Musikalische Arbeit mit Kindern.
  3. Musiktheorie und allgemeine Musikpraxis
    Musiktheorie/Tonsatz
    Gehörbildung
    Partiturspiel
    dazu bei A-Studium ohne B-Prüfung
    Generalbaßspiel
  4. Wissenschaftliche Fächer
    (bei A-Studium ohne B-Prüfung)
    Instrumentenkunde und Akustik
    Orgelkunde
    Stilgeschichte der Orgel
    Musikgeschichte
    Theologische Grundlagen
    Hymnologie
    Liturgik
( 2 ) Fakultative Fächer
Cembalospiel
Generalbaßspiel
Komposition
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§ 12
Ausbildungspensum und Prüfungsanforderungen

( 1 ) Orgel-Literaturspiel:
1 Vortrag eines einstündigen Konzertprogramms. 2 Zwei Stücke des Programms sind in einem Zeitraum von drei Monaten selbständig einzurichten.
Nachweis eines Repertoires von mindestens vier weiteren schweren Orgelwerken verschiedener Stilepochen und einer größeren Anzahl von Choralvorspielen.
( 2 ) Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung (Liturgisches Orgelspiel):
  1. Mit drei Tagen Vorbereitungszeit: Partita über einen gegebenen cantus firmus.
    Eine c.f.-freie Form von 2 bis 5 Minuten Dauer.
  2. 1 Ohne Vorbereitungszeit: Improvisation eines Vorspiels. 2 Verschiedenartige Durchführungen eines gegebenen cantus firmus. 3 Differenzierte, auch transponierte Begleitung des Gemeindegesanges nach dem Gesangbuch.
( 3 ) Klavierspiel
1 Vortrag von Werken aus drei Hauptepochen der Klaviermusik einschließlich der Gegenwart. 2 Liedbegleitung oder Kammermusik.
30–45 Minuten.
( 4 ) Cembalospiel (fakultativ):
Vortrag von selbstgewählten Stücken verschiedener Stilrichtung.
ca. 20 Minuten.
( 5 ) Gesang
Vortrag verschiedenartiger Stücke der Gesangsliteratur einschließlich einer größeren Form und einschließlich des unbegleiteten Singens.
30 Minuten.
( 6 ) Chorleitung
Probenarbeit an einem selbständig vorbereiteten schwierigen Chorwerk (Vorbereitungszeit zwei Wochen).
60 Minuten.
( 7 ) Theorie der Chorleitung
Kolloquium über proben- und dirigiertechnische Themen und Fragen der Interpretation und Aufführungspraxis und der chorischen Stimmbildung an Hand vorgelegter Literatur.
15 Minuten.
( 8 ) Hochschulchor:
Die Teilnahme am Hochschulchor ist während des gesamten Studiums Pflicht.
( 9 ) Orchesterleitung:
1 Probenarbeit mit einem Orchester. 2 Einstudierung und öffentliche Aufführung eines Werkes für Soli, Chor und Orchester.
( 10 ) Musiktheorie/Tonsatz:
  1. Schriftliche Anfertigung einer stilbezogenen Komposition während der Ausbildungszeit und Instrumentation einer Vorlage in zweistündiger Klausur.
  2. Mündlich-praktische Prüfung: Analyse von Vorlagen (1 Stunde Vorbereitungszeit).
Erläuterung alter und neuer Kompositionstechniken an Hand vorgelegter Beispiele.
25 Minuten.
( 11 ) Komposition:
(Prüfungsfach bei einer über Musiktheorie/Tonsatz hinausgehenden Ausbildung):
Vorlage eigener Kompositionen verschiedener Besetzung und Aufgabenstellung.
( 12 ) Gehörbildung:
  1. 1 Schriftlich: Ein schwieriges einstimmig-atonales Musikdiktat. 2 Mehrstimmige polyphone Diktate. 3 Höranalyse vorgetragener Beispiele.
    1–2 Stunden.
  2. 1 Mündlich-praktische Prüfung: Erkennen von komplizierten Zusammenhängen in gleichzeitigen oder aufeinander folgenden Klangereignissen. 2 Vomblattsingen einer atonalen Vorlage.
    20 Minuten.
( 13 ) Partiturspiel:
1 Spielen von Orchesterpartituren, vorbereitet und vom Blatt. 2 Chorpartitur in alten Schlüsseln.
ca. 15 Minuten.
( 14 ) Generalbaßspiel (fakultativ):
Selbständig entworfener, differenzierter Generalbaß zu einem mehrsätzigen Werk.
( 15 ) Hausarbeit/Diplomarbeit (falls nicht schon zur B-Prüfung vorgelegt):
1 In einem Fach aus dem Bereich der wissenschaftlichen Fächer, einschließlich Musiktheorie ist eine Hausarbeit selbständig zu verfassen. 2 Sie soll besondere Vertrautheit mit dem gewählten Fachgebiet und die Fähigkeit zu angemessener schriftlicher Darstellung erkennen lassen. 3 Hierfür stehen mindestens 12 Wochen zur Verfügung. 4 Das Thema der Hausarbeit wird im Einvernehmen mit der Fachlehrkraft gewählt. 5 Die Arbeit muß spätestens bei der Anmeldung zur Prüfung eingereicht werden.
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§ 13
Zeugnisfächer

( 1 ) Instrumentalfächer
Orgel-Literaturspiel
(dreifache Bewertung)
Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung
(Liturgisches Orgelspiel)
(dreifache Bewertung)
Klavierspiel
(zweifache Bewertung)
Vomblattspiel Klavier und Orgel (B)
(Cembalospiel)
( 2 ) Kantoraler Bereich
Gesang
(zweifache Bewertung)
Liturgisches Singen und Sprechen (B)
Chorleitung
(dreifache Bewertung)
Theorie der Chorleitung und der Stimmbildung
Orchesterleitung
Musikalische Arbeit mit Kindern (B)
Gemeindesingarbeit (B)
(Bläserchorleitung) (B)
(Theorie der Bläserchorleitung) (B)
( 3 ) Musiktheorie und allgemeine Musikpraxis
Musiktheorie/Tonsatz schriftlich
Musiktheorie/Tonsatz mündlich (Komposition)
Formenkunde (B)
Gehörbildung schriftlich
Gehörbildung mündlich
Partiturspiel (B)
(Generalbaßspiel) (B)
(Popularmusik/Arrangement)
Musikal. Medienkunde (B)
( 4 ) Wissenschaftliche und pädagogische Fächer
Instrumentenkunde und Akustik (B)
Orgelkunde (B)
Stilgeschichte der Orgel (B)
Musikgeschichte (B)
Hymnologie (B)
Liturgik (B)
Theologische Grundlagen (B)
(Fachdidaktik der Musik) (B)
(Religionspädagogik) (B)
Schriftliche Hausarbeit/Diplomarbeit (B)
Anmerkung
1 (B) = Die Zeugnisnote des betreffenden Faches kann aus dem B-Zeugnis ins A-Zeugnis übernommen werden. 2 Eine Prüfung muß stattfinden, wenn auf Grund eines anderen Musikhochschulabschlusses keine B-Prüfung abgelegt wurde.
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IV. Abschnitt:
Anforderungen der Ausbildung und Prüfung im Aufbaustudiengang Künstlerische Ausbildung

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§ 14
Ausbildungsfächer

( 1 ) Hauptfach Gesang
  1. Obligatorische Fächer
    Gesang (2 x 45 Min. wöchentlich während der ganzen Studienzeit)
    Korrepetition
    (während der ganzen Studienzeit)
    Seminar für Lied- und Oratoriengestaltung
    (2 Sem.)
    Italienisch (Gaststudium an der Universität)
    (3 Sem.)
    Grundlagen des Klavierspiels
    Singen im Hochschulchor
    (nicht im 1. und letzten Studiensemester)
    Solistisches Ensemblesingen
    (2 Sem.)
  2. Wahlpflichtfächer
    Chorische Stimmbildung
    (2 Sem.)
    Methodik des Gesangsunterrichts
    (2 Sem.)
  3. Fakultatives Fach Körperschulung
  4. Öffentliches oder hochschulöffentliches Konzert
    1 Nach etwa der halben Studienzeit ist ein öffentliches Konzert zu geben, dessen Programm und Dauer mit der Fachlehrkraft abzusprechen ist. 2 Die Vorbereitung geschieht im Unterricht.
( 2 ) Hauptfach Chorleitung
  1. Obligatorische Fächer
    Dirigiertechnik
    (4 Sem.)
    Probentechnik
    (4 Sem.)
    Interpretation
    (2 Sem.)
    Praktische Arbeit mit dem Chor
    (4 Sem.)
    Teilnahme am Hochschulchor
    (4 Sem.)
    Methodik des Chorleitungsunterrichts
    (2 Sem.)
    Partiturspiel
    (4 Sem.)
    Orchesterdirigieren
    Sologesang
    (4 Sem.)
  2. Fakultatives Fach Körperschulung
  3. Öffentliches oder hochschulöffentliches Konzert
    1 Nach etwa der halben Studienzeit: Öffentliche Aufführung eines selbst einstudierten Programms. 2 Werke und Zeitdauer in Absprache mit der Fachlehrkraft. 3 Die Vorbereitung geschieht im Unterricht.
( 3 ) Hauptfach Orgel
  1. Obligatorische Fächer
    Orgel (2 x 45 Min.)
    (4 Sem.)
    Methodik des Orgelunterrichts
    (2 Sem.)
    falls das Studium nicht auf einer Diplomprüfung
    Kirchenmusik B aufbaut:
    Orgelkunde
    (2 Sem.)
    Stilgeschichte der Orgel
    (3 Sem.)
  2. Fakultative Fächer
    Orgelimprovisation (bei Wahl dieses Faches je 45 Min. Unterricht Orgel-Literaturspiel und Improvisation)
    (4 Sem.)
    Körperschulung
    Singen im Hochschulchor
  3. Öffentliches oder hochschulöffentliches Konzert
    1 Nach etwa der halben Studienzeit ist ein Orgelkonzert zu geben. 2 Programm und Dauer sind mit der Fachlehrkraft abzusprechen. 3 Bei Wahl des Faches Orgelimprovisation muß das Programm Improvisationsaufgaben enthalten. 4 Die Vorbereitung des Konzerts geschieht im Unterricht.
(3a) Hauptfach Orgelimprovisation
  1. Obligatorische Fächer
    Orgelimprovisation
    90 Minuten
    (4 Sem.)
    Orgel-Literaturspiel
    30 Minuten
    (4 Sem.)
    Tonsatz/Komposition/Analyse
    30 Minuten
    (4 Sem.)
    Falls in den folgenden Fächern noch keine Prüfung abgelegt wurde (z.B. bei der Diplomprüfung Kirchenmusik B oder bei einem vergleichbaren Abschluss):
    Methodik des Orgel- und Orgelimprovisationsunterrichts
    (2 Sem.)
    Orgelkunde
    (2 Sem.)
    Stilgeschichte der Orgel
    (2 Sem.)
  2. Fakultative Fächer
    Singen im Hochschulchor
    (4 Sem.)
    Weitere Fächer können genehmigt werden.
  3. Öffentliches oder hochschulöffentliches Konzert
    1 Nach etwa der halben Studienzeit ist ein Orgelimprovisationskonzert zu geben. 2 Das Programm muss auch ein Orgel-Literaturstück enthalten. 3 Programm und Dauer sind mit der Fachlehrkraft abzusprechen. 4 Die Vorbereitung des Konzerte geschieht im Unterricht.
( 4 ) Hauptfach Klavier
  1. Obligatorische Fächer
    Klavier- bzw. Kammermusik/Liedbegleitung (2 x 45 Min.)
    (4 Sem.)
    Methodik des Klavierunterrichts
    (2 Sem.)
  2. Fakultative Fächer
    Körperschulung
    Singen im Hochschulchor
  3. Öffentliches oder hochschulöffentliches Konzert
    1 Nach etwa der halben Studienzeit ist ein Konzert zu geben, dessen Programm der Wahl des Studienschwerpunkts entspricht. 2 Werke und Zeitdauer in Absprache mit der Fachlehrkraft. 3 Die Vorbereitung geschieht im Unterricht.
( 3 ) Hauptfach Cembalo
  1. Obligatorische Fächer
    Cembalo (2 x 45 Min.)
    (4 Sem.)
    Basso continuo/Kammermusik
    (4 Sem.)
    Methodik des Cembalounterrichts und Stilgeschichte der Kielinstrumente
    (2 Sem.)
    Cembalostimmen
    (Kurse)
  2. Fakultative Fächer
    Körperschulung
    Singen im Hochschulchor
  3. Öffentliches oder Hochschulöffentliches Konzert
    1 Nach etwa der halben Studienzeit ist ein Cembalokonzert zu geben, das sich aus Solowerken und Generalbaßstücken zusammensetzt. 2 Programm und Dauer sind mit der Fachlehrkraft abzusprechen. 3 Die Vorbereitung des Konzerts geschieht im Unterricht.
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§ 15
Ausbildungspensum und Prüfungsanforderungen

( 1 ) Hauptfach Gesang
  1. 1 Durchführung eines öffentlichen Konzertes mit anspruchsvollen Werken. 2 Zwei Werke (zusammen 15 Minuten Dauer) müssen im Zeitraum von zwölf Wochen selbständig einstudiert worden sein. 3 Ihre Auswahl geschieht im Einvernehmen mit der Lehrkraft, ihre Darbietung kann außerhalb des Abschluß-Konzertes erfolgen.
    Gesamtdauer 60–70 Minuten.
  2. Solopart in einem öffentlichen Konzert mit einem anspruchsvollen Werk der Kantaten- oder Oratorienlieder.
  3. Entsprechend dem Wahlpflichtfach:
    1. Chorische Stimmbildung mit mehreren Chorgruppen und Kolloquium über methodische und gesangstechnische Fragen und entsprechende Literatur.
      Gesamtdauer 60 Minuten.
    2. 1 Methodik des Gesangsunterrichts. 2 Lehrproben für den Anfänger- und Fortgeschrittenen-Unterricht. Kolloquium über methodische und gesangstechnische Fragen und die Fachliteratur.
      Gesamtdauer 60 Minuten.
( 2 ) Hauptfach Chorleitung
  1. 1 Probenarbeit an selbständig vorbereiteten schwierigen Chorwerken. 2 Vorbereitungszeit: vier Wochen. 3 Zwei Proben zu je 60 Minuten.
  2. Öffentliche Aufführung eines Werkes mit Orchester und anspruchsvoller Acapella-Werke.
  3. 1 Methodik des Chorleitungsunterrichts. 2 Einstündige Dirigierunterrichtseinheit. 3 Methodische Begleitung einer Chorprobe mit Nachgespräch. 4 Kolloquium über methodische Fragen.
  4. 1 Theorie der Chorleitung. 2 Chorische Stimmbildung, Chorliteraturkunde. 3 Kenntnis der wichtigsten Chorkompositionen, ihrer geschichtlichen Einordnung und ihrer Aufführungspraxis.
    Dauer 20 Minuten.
  5. 1 Partiturspiel. 2 Beispiele aus Orchesterpartituren, vorbereitet (30 Minuten) und vom Blatt. 3 Chorpartitur in alten Schlüsseln. 4 Stichproben von im Unterricht erarbeiteten Chorpartituren (auch mit alten Schlüsseln), Orchesterpartituren und Klavierauszügen. 5 Selbstbegleitung einer Arie. 6 Vomblattspiel einer Motette mittleren Schwierigkeitsgrades.
( 3 ) Hauptfach Orgel
  1. 1 Durchführung eines öffentlichen Konzertes mit anspruchsvollen Werken aus vier Epochen oder Stilrichtungen. 2 Zwei Stücke des Programms müssen im Zeitraum von 12 Wochen selbständig einstudiert worden sein. 3 Ihre Auswahl erfolgt im Einvernehmen mit der Fachlehrkraft.
    1 Bei zusätzlicher Wahl des Faches Improvisation sind im Rahmen eines öffentlichen Konzerts mindestens zwei Improvisationen aufzuführen. 2 Die Aufgaben werden 24 Stunden vorher gestellt.
  2. Methodik des Orgelunterrichts
    1 Lehrproben für Anfänger- und Fortgeschrittenen-Unterricht. 2 Kolloquium über methodische Fragen, Unterrichtswerke oder Literatur zur Orgelmethodik.
    Gesamtdauer 60 Minuten.
    Falls das Studium nicht auf einer Diplomprüfung Kirchenmusik aufgebaut war:
  3. Orgelkunde
    Struktur der Orgel, Registerkunde, Pflege der Orgel, Stimmung von Zungenregistern
    15 Minuten.
  4. Stilgeschichte der Orgel
    Geschichte des Orgelbaus, des Orgelspiels und der Orgelkomposition. Literaturkunde.
    10 Minuten.
(3a) Hauptfach Orgelimprovisation
  1. 1 Durchführung eines öffentlichen Konzertes (60 Minuten) mit zwei größeren Improvisationen, davon einer freien Form (Vorbereitungszeit: 24 Stunden), sowie einer choralgebundenen Form (Vorbereitungszeit: 1 Stunde) und zwei Orgelliteraturstücken aus verschiedenen Epochen. 2 Der Anteil der Orgelimprovisation soll zwei Drittel betragen.
  2. Durchführung eines hochschulöffentlichen Vorspiels in Ergänzung des Konzertprogramms (45 Minuten)
    Vorbereitet
    (Vorbereitungszeit 3 Tage)
    Eine Partita über einen Choral (freie Stilwahl)
    Eine stilgebundene freie Form (barock, romantisch oder modern),
    unvorbereitet
    Choralbearbeitungen und freie Formen.
  3. Analyse
    1 Mündliche Prüfung von einer halben Stunde. 2 Sie besteht in der Analyse zweier Kompositionen (bzw. angemessener Werkausschnitte) aus unterschiedlichen Stilepochen bzw. Gattungen, die der Prüfling mit Hilfe des Klaviers erläutert. 3 Eines dieser Stücke wählt sich der Prüfling selbst; das andere wird ihm vom Fachlehrer 2 Tage vor der Prüfung mitgeteilt.
  4. Komposition
    1 Die schriftliche Prüfung besteht aus mindestens zwei Kompositionen, die während des Aufbaustudiums angefertigt und vier Wochen vor der mündlichen Prüfung abgegeben werden müssen. 2 Beide Arbeiten sollen unterschiedliche Stilbereiche/historische Gattungen und Besetzungen (möglichst auch größere, höchstens ein solistisches Werk) abdecken. 3 Eines dieser Werke sollte eine Stilkopie aus dem Bereich Barock bis Spätromantik sein (z.B. langsamer Streichquartettsatz, Kunstlied, Klavieretüde). 4 Ausdrücklich erwünscht sind darüber hinaus Stücke in einem Stil des 20./21. Jahrhunderts bzw. einem eigenen Stil. 5 Die abgegebenen Werke werden vom Fachlehrer und einem weiteren Prüfer beurteilt.
    Falls in den folgenden Fächern noch keine Prüfung abgelegt wurde (z.B. bei der Diplomprüfung Kirchenmusik B oder bei einem vergleichbaren Abschluss)
  5. Methodik des Improvisationsunterrichts
    Lehrprobe mit einem Anfänger/einer Anfängerin und einem/einer Fortgeschrittenen
    Gesamtdauer 60 Minuten.
    Kolloquium zu stilistischen, strukturellen und didaktischen Fragen der Improvisation
    15 Minuten.
  6. Orgelkunde
    Struktur der Orgel, Registerkunde, Pflege der Orgel, Stimmung von Zungenregistern
    15 Minuten.
  7. Stilgeschichte der Orgel
    1 Geschichte des Orgelbaus, des Orgelspiels und der Orgelkomposition. 2 Literaturkunde
    10 Minuten.
( 4 ) Hauptfach Klavier
  1. Schwerpunkt Solo-Literatur
    1. 1 Durchführung eines öffentlichen Konzertes mit anspruchsvollen Werken aus vier Epochen. 2 Zwei Stücke des Programms müssen im Zeitraum von 12 Wochen selbständig einstudiert worden sein. 3 Die Gestaltung des Programms erfolgt im Einvernehmen mit der Fachlehrkraft.
      Dauer ca. 60 Minuten.
    2. Methodik des Klavierunterrichts.
      1 Lehrproben für Anfänger- und Fortgeschrittenen-Unterricht. 2 Kolloquium über methodische Fragen, Unterrichtswerke und Literatur zur Klaviermethodik.
      Gesamtdauer 60 Minuten.
  2. Schwerpunkt Klavier-Kammermusik/Liedbegleitung
    1. 1 Durchführung eines öffentlichen Konzertes mit anspruchsvollen Werken aus vier Epochen. 2 Dabei liegt der Schwerpunkt entweder auf Kammermusik oder auf Liedbegleitung. 3 Zwei Stücke des Programms (Gesamtdauer etwa 15 Minuten) müssen im Zeitraum von 12 Wochen selbständig einstudiert worden sein. 4 Ihre Auswahl erfolgt im Einvernehmen mit der Fachlehrkraft. 5 Ein Klavier-Solostück muß im Programm enthalten sein.
      Gesamtdauer 70–80 Minuten.
    2. 1 Methodik des Klavierunterrichts. 2 Lehrproben für Anfänger- und Fortgeschrittenen-Unterricht. 3 Kolloquium über methodische Fragen, Unterrichtswerke und Literatur zur Klaviermethodik.
      1 Lehrproben für Anfänger- und Fortgeschrittenen-Unterricht. 2 Kolloquium über methodische Fragen, Unterrichtswerke und Literatur zur Klaviermethodik.
      Gesamtdauer 60 Minuten.
( 5 ) Hauptfach Cembalo
  1. 1 Durchführung eines öffentlichen Konzertes mit anspruchsvollen Werken aus vier Stilrichtungen. 2 Zwei Stücke des Programms müssen im Zeitraum von 12 Wochen selbständig einstudiert worden sein. 3 Ihre Auswahl erfolgt im Einvernehmen mit der Fachlehrkraft.
    Dauer ca. 60 Minuten.
  2. Methodik des Cembalounterrichts.
    1 Lehrproben für Anfänger- und Fortgeschrittenen-Unterricht. 2 Kolloquium über methodische Fragen, Unterrichtswerke, Stilgeschichte der Kielinstrumente und Literatur zum Thema Cembalo.
    Gesamtdauer 60 Minuten.
  3. Stimmen von Kielinstrumenten
    Aufführung verschiedener historischer Temperierungen im Bereich einer Oktave.
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§ 16
Zeugnisfächer der Künstlerischen Reifeprüfung

( 1 ) Hauptfach Gesang
Öffentliches Konzert
mit Klavierbegleitung
(zweifache Bewertung)
Solopart in Kantate oder Oratorium
Methodik des Gesangsunterrichts oder Chorische Stimmbildung
( 2 ) Hauptfach Chorleitung
Probenarbeit mit dem Chor
(zweifache Bewertung)
Öffentliche Aufführung
Methodik des Chorleitungsunterrichts
Theorie der Chorleituntg
Partiturspiel
( 3 ) Hauptfach Orgel
Öffentliches Konzert
(zweifache Bewertung)
Methodik des Orgelunterrichts
(Orgelkunde)
(Stilgeschichte der Orgel)
(3a) Hauptfach Orgelimprovisation
Öffentliches Konzert
(dreifache Bewertung)
Hochschulöffentliches Vorspiel
(dreifache Bewertung)
Analyse
Komposition
(Methodik des Orgelimprovisationsunterrichts)
(Orgelkunde)
(Stilgeschichte der Orgel)
( 4 ) Hauptfach Klavier
oder Klavier-Kammermusik/Liedbegleitung
Öffentliches Konzert
(zweifache Bewertung)
Methodik des Klavierunterrichts
( 5 ) Hauptfach Cembalo
Öffentliches Konzert
(zweifache Bewertung)
Methodik des Cembalounterrichts
Stimmen von Kielinstrumenten

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1 ↑ Anmerkungen (T) = Teilnahme/Testat ist Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung. Fakultative Fächer: Nach Wahl der Studierenden und sofern von der Hochschule angeboten.