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Geltungszeitraum von: 01.07.1995

Geltungszeitraum bis: 31.03.2002

Anlage 1
zur Satzung der Hochschule für Kirchenmusik
Zulassungsordnung

In der Fassung vom 13. Dezember 1994

(GVBl. 1995 S. 29),
geändert am 11. Juli 2000 (GVBl. S. 151)

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§ 1

Bei der Bewerbung um einen Studienplatz für den Diplomstudiengang Evangelische Kirchenmusik (B) und für die Aufbaustudiengänge sind einzureichen:
  1. Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife
  2. Pfarramtliches Zeugnis über Kirchenzugehörigkeit
  3. Beglaubigte Kopien bereits abgelegter musikalischer Prüfungen
  4. Liste der bisher gesungenen Chorwerke
  5. Tabellarischer Lebenslauf
  6. Bei Ausländern: Nachweis für das Studium ausreichender Kenntnisse der deutschen Sprache.
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§ 2

Bei Antritt des Studiums sind außerdem nachzureichen:
  1. Versicherungsbescheinigung der Krankenkasse
  2. Haftpflichtversicherungsnachweis in Kopie (z.B. Familienhaftpflichtversicherung)
  3. Zwei Paßbilder
  4. Schriftliche Anerkennung der Satzung der Hochschule für Kirchenmusik.
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§ 3

( 1 ) Bei der Eignungsprüfung für den Diplomstudiengang Evangelische Kirchenmusik (B) werden folgende Leistungen erwartet:
  1. Orgel-Literaturspiel: Drei Orgelchoräle aus Bachs »Orgelbüchlein« nach eigener Wahl, ein »Präludium und Fuge« mittlerer Schwierigkeit von Bach, Buxtehude, Bruhns oder Lübeck bzw. ein vergleichbares Werk eigener Wahl.
  2. Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung: Vomblattspiel von Choralbuchsätzen vierstimmig mit Pedal sowie vierstimmig mit Melodie auf gesondertem Manual und mit Pedal. Dreistimmige Choralsätze manualiter. – Improvisieren einer kurzen Intonation zu einem Gesangbuchlied.
  3. Klavierspiel: Vortrag zweier Stücke mittleren Schwierigkeitsgrades nach eigener Wahl aus unterschiedlichen Stilrichtungen (z.B. Bach – »Wohltemperiertes Klavier, Schumann – Kinderszenen, Schubert – Moments musicaux«).
  4. Gesang: Solistischer Vortrag zweier unterschiedlicher Stücke nach eigener Wahl.
  5. Chorleitung: Gespräch über die bisherige Chorsingepraxis und über Werke an Hand der eingereichten Liste (§ 1, 4).
  6. Gehörbildung: Erkennen von Intervallen, einfachen Akkorden und ihren Umkehrungen, Notierung von Melodien (ein- und zweistimmig) und Rhythmen, Vomblattsingen einer Chorstimme.
  7. Tonsatz: Spielen von vierstimmigen Kadenzen in allen Tonarten und Lagen. Kenntnisse der allgemeinen Musiktheorie.
Eine Eignungsprüfung ist auch dann notwendig, wenn bereits eine kirchenmusikalische Prüfung abgelegt worden ist.
( 2 ) Von den Voraussetzungen des § 1 Nr. 1 kann abgesehen werden, wenn eine besondere musikalische Begabung und eine für das Studium hinreichende Allgemeinbildung nachgewiesen wird (§ 61 Abs. 3 Gesetz über die Kunsthochschulen im Lande Baden-Württemberg).
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§ 4

( 1 ) Die Aufnahmekommission besteht aus den hauptberuflichen Professoren und den Lehrbeauftragten für die zu prüfenden Fächer.
( 2 ) 1 Die Zulassung zum Aufbaustudium setzt die Diplomprüfung B voraus. 2 Dabei muß in folgenden Fächern mindestens die Note 2,0 erreicht worden sein:
  1. Orgel-Literaturspiel
  2. Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung
  3. Chorleitung
  4. Gehörbildung (schriftlich und mündlich), Vomblattsingen.
3 Ausnahmen bedürfen eines Beschlusses der Aufnahmekommission ohne Gegenstimmen. 4 Die Studentenvertretung ist vor der Entscheidung anzuhören.
( 3 ) Diese Noten begründen keinen Rechtsanspruch auf Zulassung zum Aufbaustudium A. Über die Zulassung entscheidet die Aufnahmekommission. Schließt das Aufbaustudium nicht unmittelbar an die Diplomprüfung B an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg an, so kann in den Fächern »Orgel-Literaturspiel«, »Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung« und »Chorleitung« eine erneute Eignungsprüfung verlangt werden, die von den Anforderungen der B-Prüfung ausgeht.
( 4 ) Kandidatinnen und Kandidaten, die eine Abschlußprüfung an einer anderen Hochschule für Musik bestanden haben, müssen keine B-Prüfung ablegen, wenn die Bedingungen von (2) erfüllt worden sind. Im Fach »Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung« muß die Leitung in einer Zwischenprüfung am Ende des zweiten Studiensemesters nachgewiesen werden.
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§ 5

( 1 ) Die Zulassung zum Aufbaustudium »Künstlerische Ausbildung« setzt die Diplomprüfung B bzw. A oder eine andere Abschlußprüfung einer Hochschule für Musik voraus. Dabei muß in dem für die künstlerische Ausbildung gewählten Fach mindestens die Note 1,5 erreicht worden sein. Diese Note begründet keinen Rechtsanspruch auf Zulassung zum Aufbaustudium. Über die Zulassung entscheidet die Aufnahmekommission.
( 2 ) Bei der Eignungsprüfung für den Studiengang »Künstlerische Ausbildung« werden folgende Leistungen erwartet:
  1. Bei Wahl des Faches Gesang:
    sechs Lieder aus verschiedenen Epochen
    drei Arien
    ein Rezitativ
    Vorsprechen eines selbstgewählten Textes.
    Gesamtdauer bis zu 30 Minuten. Die Auswahl der Stücke geschieht durch die Kommission. Für Klavierbegleitung ist selbst zu sorgen.
  2. Bei Wahl des Faches Chorleitung:
    30 Minuten Chorprobe mit einer 10 Tage vorher gestellten Aufgabe.
    Sologesang zweier unterschiedlicher Stücke nach eigener Wahl.
    Vomblattsingen
    Partiturspielen (15 Min. Vorbereitungszeit)
    Kolloquium über proben- und dirigiertechnische Themen und Fragen der Interpretation und Aufführungspraxis.
  3. Bei Wahl des Faches Orgel:
    Vortrag von Stücken aus vier verschiedenen Stilepochen (bis zu 30 Min. Dauer), im Schwierigkeitsgrad mindestens der Diplomprüfung B entsprechend.
  4. Bei Wahl des Faches Orgel-Improvisation:
    unvorbereitet:
    Choralharmonisierung in den gebräuchlichen Formen.
    Choralbearbeitungen.
    vorbereitet:
    Freie Formen z.B. Präludium, Toccata, Fughette, Choralfantasie.
    Stilistische Vielfalt ist erforderlich
    Die Aufgaben müssen im Schwierigkeitsgrad mindestens der Diplomprüfung B entsprechen.
    Hat die Bewerberin / der Bewerber die Prüfung für A-Musiker oder die Prüfung für B-Musiker an der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg bestanden, kann die Eigungsprüfung entfallen.
  5. Bei Wahl des Faches Klavier:
    1. Schwerpunkt Solo-Literatur
      Vortrag von Stücken aus vier verschiedenen Stilepochen (bis zu 30 Min. Dauer), im Schwierigkeitsgrad mindestens der Diplomprüfung 13 entsprechend.
    2. Schwerpunkt Klavier-Kammermusik/Liedbegleitung
      Vortrag eines anspruchsvollen Solostückes, fünf verschiedenartige Liedbegleitungen bzw. drei Kammermusikwerke, Vomblattspiel einer mittelschweren Liedbegleitung bzw. Kammermusik. Sänger und Instrumentalisten sind von den Bewerberinnen und Bewerbern selbst zu stellen.
  6. Bei Wahl des Faches Cembalo:
    Vortrag von Stücken aus vier verschiedenen Stilrichtungen (bis zu 30 Min. Dauer).
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§ 6

Die erforderlichen Unterlagen für die Zulassung zum Studium sind bis zum 6. Januar (für das Sommersemester) bzw. bis zum 6. Juni (für das Wintersemester) beim Sekretariat der Hochschule einzureichen. Die Eignungsprüfungen (§ 3, 1) und die Begabtenprüfungen (§ 3, 2) finden in der Regel Ende Januar und Ende Juni statt.