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Ordnung der Predigttexte

Entschließung der Landessynode
vom 2. Mai 1984

(GVBl. S. 95)

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Die Landessynode hat in ihrer Sitzung am 2. Mai 1984 folgendes beschlossen:
Die von der Kirchenkonferenz und vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland mit Beschluß vom 24. bzw. 26.2.1977 zur Übernahme durch die Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland empfohlene Ordnung der Predigttexte wurde mit Beginn des Kirchenjahres 1978/79 von der Evangelischen Landeskirche in Baden übernommen und wird nun mit folgender Maßgabe eingeführt:
  1. 1 Die beiden altkirchlichen Reihen (= Reihe I und II) sind für die Predigt obligatorisch. 2 Die übrigen Predigttextreihen sind fakultativ.
  2. Innerhalb der obligatorischen Textreihen dürfen freie Texte gewählt werden, wenn besondere Umstände es erfordern.
  3. Wird über eine Epistel oder einen alttestamentlichen Text gepredigt, so ist das altkirchliche Evangelium (Reihe I) obligatorische Schriftlesung; wird über einen Evangelientext gepredigt, so ist als Schriftlesung einer der alttestamentlichen oder epistolischen Texte, die in der »Ordnung der Predigttexte« für den betreffenden Sonntag vorgesehen sind, zu verwenden.
  4. Entsprechend unserer Gottesdienstordnung findet am Altar nur eine Schriftlesung statt.
  5. Der Landesbischof kann für besondere Anlässe andere Predigttexte bestimmen.
  6. Der in der »Ordnung der Predigttexte« vorgesehene Kirchenjahreskalender wird übernommen mit folgenden Einschränkungen:
    1. Stephanstag, Johannistag und Michaelis werden nur dort begangen, wo es schon bisher üblich war.
    2. Das Erntedankfest wird in der Regel am Sonntag nach dem 29. September (Michaelis) gefeiert.
    3. Das Reformationsfest wird in der Regel am Sonntag nach dem 30. Oktober begangen.
  7. Für gottesdienstliche Lesungen und Predigttexte soll die Lutherbibel verwendet werden.
Mit dieser Entschließung wird zugleich die Entschließung der Landessynode vom 24.4.1958 (GVBl. S. 15) aufgehoben.